Was kostet B2B-Leadgenerierung?

„Was kostet uns das?“ Das ist meist die erste Frage. Verständlich. Meine Antwort: Der Preis allein sagt wenig. Entscheidend ist, was am Ende dabei herauskommt.

In diesem Ratgeber erkläre ich Ihnen die üblichen Preismodelle. Ich zeige, was die Kosten treibt. Und wie Sie eine Leadgenerierung Agentur sinnvoll vergleichen.

Was ist B2B-Leadgenerierung?

Leadgenerierung heißt: Sie gewinnen Kontakte, die Interesse an Ihrem Angebot haben. Im B2B sind das Menschen in Firmen. Etwa eine IT-Leiterin oder ein Personalchef. Ein Lead ist dabei noch kein Kunde. Er ist ein Anfang.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Kontakt und Gespräch. Eine Adresse ist schnell gekauft. Ein Gespräch mit einem Entscheider ist viel mehr wert.

Die üblichen Preismodelle

Auf dem Markt gibt es vor allem vier Modelle. Ich beschreibe sie neutral.

1. Monatliche Pauschale

Sie zahlen einen festen Betrag pro Monat. Die Agentur übernimmt dafür bestimmte Aufgaben. Etwa Recherche, Ansprache und Nachfassen.

  • Vorteil: gut kalkulierbar. Die Agentur kann sauber arbeiten.
  • Nachteil: Sie zahlen auch, wenn wenig passiert.

2. Bezahlung pro Lead

Sie zahlen für jeden gelieferten Lead einen festen Preis.

  • Vorteil: Sie zahlen nur für Ergebnisse.
  • Nachteil: Was ein Lead ist, muss genau definiert sein. Sonst bekommen Sie viele Kontakte mit wenig Wert.

3. Bezahlung pro Termin

Sie zahlen für jedes vereinbarte Gespräch mit einem passenden Entscheider.

  • Vorteil: sehr nah am Ergebnis.
  • Nachteil: Der Preis pro Termin ist höher. Und Sie müssen klären, was ein „qualifizierter“ Termin ist.

4. Mischmodelle

Viele Anbieter kombinieren. Etwa eine kleinere Pauschale plus einen Bonus pro Termin.

Mein Rat: Fragen Sie bei jedem Modell nach der Definition. Was genau ist ein Lead? Was ist ein Termin? Wer entscheidet, ob er zählt?

Typische Preise am Markt

Viele Anbieter veröffentlichen ihre Preise nicht. Ich habe deshalb nur Spannen aufgenommen, die Anbieter offen nennen. Die Preise schwanken stark. Zielgruppe, Kanal und Umfang machen viel aus. Sehen Sie die Zahlen als groben Rahmen. Stand: November 2026.

  • Monatliche Pauschale: meist 1.500 bis 6.000 € im Monat für das Agenturhonorar. Werbebudget kommt extra dazu. (Quelle)
  • Pro Lead: etwa 40 bis 300 € je Lead, je nach Branche und Definition. (Quelle) Eine andere Übersicht nennt 30 bis 150 € für einen Kontakt mit erstem Interesse und 150 bis 400 € für einen geprüften Lead. (Quelle)
  • Pro Gespräch: häufig 150 bis 600 € je stattgefundenem Termin. (Quelle) Eine andere Übersicht nennt 80 bis 250 € je qualifiziertem Erstgespräch. (Quelle) Bezahlung pro Termin klingt sicher. Sie belohnt aber oft die Menge statt der Qualität der Gespräche. Ich arbeite deshalb mit festen Monatspaketen.
  • Ausgelagerte LinkedIn-Akquise: Hier gibt es kaum offene Preise. Entscheidend ist, wer die Arbeit macht: ein Werkzeug, das Anfragen verschickt, oder ein erfahrener Vertriebler, der für Sie schreibt.

Mein Rat: Fragen Sie bei jedem Angebot, was genau enthalten ist und wer die Arbeit macht. Daten, Werkzeuge und Einrichtung stehen oft nicht im Monatspreis.

Was treibt die Kosten?

Die Preise am Markt schwanken stark. Das hat Gründe.

  • Zielgruppe. Einen Vorstand zu erreichen ist schwerer als einen Sachbearbeiter.
  • Branche. In IT und Software ist die Konkurrenz um Aufmerksamkeit groß.
  • Kanal. Telefon, LinkedIn, Anzeigen oder Inhalte. Jeder Kanal kostet anders.
  • Qualität. Persönliche Ansprache braucht mehr Zeit als Serienmails.
  • Vorarbeit. Zielgruppe, Profil und Botschaft müssen stehen. Das kostet am Anfang.
  • Laufzeit. Gute Ergebnisse brauchen meist einige Monate.

Woran Sie eine gute Leadgenerierung Agentur erkennen

Ehrlich gesagt: Versprechen sind schnell gemacht. Achten Sie lieber auf diese Punkte.

  • Sie fragt viel. Eine gute Agentur will Ihr Angebot und Ihre Kunden genau verstehen.
  • Sie ist offen beim Vorgehen. Sie wissen, wer in Ihrem Namen schreibt und wie.
  • Sie arbeitet rechtssicher. Werbemails ohne Einwilligung sind auch im B2B nicht erlaubt (§ 7 UWG). Wer das anbietet, gefährdet Ihren Ruf.
  • Sie zeigt echte Zahlen. Keine Garantien, sondern echte Erfahrungswerte.
  • Kurze Laufzeiten. Sie sollten nach einer Testphase aussteigen können.

Mein Rat: Fragen Sie nach einer Beispielnachricht. Daran sehen Sie sofort, wie die Agentur arbeitet.

Selbst machen oder eine Agentur?

Selbst machen kostet kein Honorar. Es kostet aber Zeit. Und die Zeit im Vertrieb ist teuer. Wie viele Stunden pro Woche hat jemand dafür? Und zwar jeden Tag?

Eine Agentur kostet Geld. Dafür läuft die Arbeit jeden Tag weiter. Meiner Erfahrung nach ist das oft der Engpass. Nicht das Wissen, sondern die Zeit.

So rechnen Sie, ob es sich lohnt

Eine einfache Rechnung hilft. Sie brauchen drei Zahlen.

  1. Was bringt Ihnen ein neuer Kunde im Schnitt?
  2. Wie viele Gespräche brauchen Sie für einen Abschluss?
  3. Was kostet Sie ein Gespräch?

Ein Beispiel mit angenommenen Zahlen: Ein Kunde bringt Ihnen 30.000 € im Jahr. Jedes fünfte Gespräch führt zum Abschluss. Dann ist jedes Gespräch rechnerisch 6.000 € wert. So sehen Sie schnell, welche Kosten vertretbar sind.

Versteckte Kosten, an die kaum jemand denkt

Neben dem Honorar gibt es weitere Kosten. Sie werden oft vergessen.

  • Werkzeuge. Etwa der LinkedIn Sales Navigator oder ein CRM. Manche Agenturen rechnen das extra ab.
  • Ihre eigene Zeit. Abstimmung, Freigaben und die Gespräche selbst.
  • Einarbeitung. Die Agentur muss Ihr Angebot verstehen. Das braucht ein paar Abstimmungen.
  • Nacharbeit. Leads müssen weiter betreut werden. Sonst verpuffen sie.

Mein Rat: Fragen Sie vor dem Start nach allen Kosten. Auch nach Werkzeugen und Mindestlaufzeit. Dann gibt es später keine Überraschung.

Warum echte Gespräche mehr wert sind als Listen

Viele Firmen kaufen Kontaktlisten. Das wirkt günstig. Meiner Erfahrung nach bringt es aber wenig. Eine Adresse kennt Sie nicht. Sie vertraut Ihnen nicht. Und eine Werbemail ohne Einwilligung ist nicht erlaubt.

Ein Gespräch mit einem Entscheider ist etwas anderes. Die Person hat zugestimmt, mit Ihnen zu sprechen. Sie hat ein Thema. Und sie kennt Ihr Profil schon. Hier beginnt echte B2B-Neukundengewinnung.

Deshalb rate ich, Kosten immer am Ergebnis zu messen. Nicht an der Zahl der Kontakte. So vergleichen Sie Anbieter fair.

Welcher Kanal passt zu Ihnen?

Leadgenerierung läuft über viele Wege. Jeder hat Stärken.

  • Inhalte und Suchmaschine. Langfristig stark. Es dauert aber Monate.
  • Anzeigen. Schnell sichtbar. Kostet laufend Budget.
  • Telefon. Direkt. Im B2B braucht es aber mindestens ein mutmaßliches Interesse (§ 7 UWG).
  • LinkedIn. Persönlich und genau. Sie erreichen Entscheider direkt.

Für IT-, Software- und HR-Firmen setze ich auf LinkedIn. Dort sind viele Ihrer Wunschkunden aktiv. Und Sie können Vertrauen aufbauen, bevor das erste Gespräch stattfindet.

Mein Fazit

B2B-Leadgenerierung kostet je nach Modell sehr unterschiedlich. Der günstigste Anbieter ist selten der beste. Vergleichen Sie auf jeden Fall nicht nur den Preis. Vergleichen Sie, was am Ende herauskommt: echte Kontakte zu passenden Entscheidern.

Häufige Fragen zu den Kosten der Leadgenerierung

Was kostet Leadgenerierung im B2B?

Das hängt vom Modell, der Zielgruppe und dem Kanal ab. Üblich sind Pauschalen, Preise pro Lead, Preise pro Termin oder Mischmodelle. Veröffentlichte Spannen finden Sie oben im Abschnitt zu den Marktpreisen.

Was ist besser: pro Lead oder pro Termin?

Ein Termin ist näher am Abschluss und meist teurer. Ein Lead ist günstiger, aber noch kein Gespräch.

Wann kommen die ersten Ergebnisse?

Meiner Erfahrung nach kommen erste Gespräche oft nach einigen Wochen. Stabile Ergebnisse brauchen meist mehrere Monate.

Woran erkenne ich eine unseriöse Leadgenerierung Agentur?

An Garantien ohne Bedingungen, unklarem Vorgehen und kalten Massenmails.

Lohnt sich Leadgenerierung über LinkedIn?

Im IT-, Software- und HR-Bereich meist ja. Dort sind viele Entscheider aktiv. Und die Ansprache ist persönlich.

Wie ich arbeite

Ich übernehme die Leadgenerierung über LinkedIn für IT-, Software- und HR-Firmen. Jede Antwort schreibe ich persönlich. Wie meine Pakete aufgebaut sind, sehen Sie unter Investition. Sie möchten wissen, wie das bei Ihnen aussehen könnte? Melden Sie sich gern, dann schauen wir uns das in einem kurzen Gespräch an.

Quellen